Internationale GYA-Konferenz bringt aufstrebende Forschende auf den Campus der Constructor University
Mehr als 200 Nachwuchswissenschaftler*innen aus aller Welt versammelten sich vom 28. Juni bis zum 3. Juli auf dem Campus der Constructor University in Bremen zur Internationalen Konferenz und Jahreshauptversammlung der Global Young Academy (GYA). Das einwöchige Treffen bot Dutzende von Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Workshops zum Thema "Maschinelle Intelligenz für die Gesellschaft und alle Wissenschaften". Es war das erste Mal, dass die Constructor University diese Veranstaltung ausrichtete – ein Meilenstein, der den wachsenden Ruf des Campus als internationales Zentrum für interdisziplinäre Forschung und Austausch an den Grenzen von Wissenschaft und Technologie unterstreicht.
„Wir sind davon überzeugt, dass die Zukunft der Wissenschaft darin liegt, die nächste Generation von Forschenden zu befähigen, die größten Herausforderungen der Menschheit anzugehen“, erklärt Universitätspräsident und Nobelpreisträger Professor Sir Konstantin Novoselov. „Künstliche Intelligenz verändert nicht nur die Art und Weise, wie wir Forschung betreiben – sie gestaltet auch die Fragen neu, die wir stellen können, und die Probleme, die wir lösen können. Wir sind stolz darauf, mit der Ausrichtung dieser Konferenz eine Plattform zu bieten, auf der brillante junge Köpfe aus aller Welt zusammenarbeiten können, um sicherzustellen, dass diese leistungsstarken Technologien der gesamten Menschheit dienen.“
Die Konferenz umfasste öffentliche Vorträge, in denen die Auswirkungen von KI auf das gesamte wissenschaftliche Spektrum untersucht wurden – von den Natur- und Ingenieurwissenschaften bis hin zu den Geistes- und Sozialwissenschaften. In Podiumsdiskussionen wurden kritische Fragen zur KI-Governance, zur Chancengleichheit beim Zugang zu KI-Technologien sowie zur fundamentalen Neugestaltung von Forschungsmethoden und disziplinären Grundlagen durch maschinelle Intelligenz erörtert.
„Die Ausrichtung der GYA-Konferenz war eine wunderbare Gelegenheit, unsere internationale und interdisziplinäre Gemeinschaft hier an der Constructor University zu präsentieren und neue Verbindungen zu knüpfen, die weit über das Ende der Konferenz hinaus Bestand haben werden“, sagt Professor Dr. Francesco Maurelli, Associate Professor für Marine Systeme an der Constructor University, Mitglied des GYA-Executive-Committees und Hauptorganisator der Veranstaltung. „Es war unglaublich bereichernd zu sehen, wie so viele talentierte Forschende aus verschiedenen Teilen der Welt auf unserem Campus zusammenkamen. Dies ist genau die Art von wissenschaftlichem Austausch, den wir fördern und an dem wir uns beteiligen möchten.“
Zu den Referierenden gehörten führende Persönlichkeiten bedeutender internationaler Organisationen wie des International Science Council, der World Academy of Sciences (TWAS), des European Academies Science Advisory Council und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Das vielfältige Programm spiegelte den globalen Charakter heutiger wissenschaftlicher Herausforderungen und die Notwendigkeit kollaborativer, interdisziplinärer Ansätze wider.
Über die traditionellen Konferenzsitzungen hinaus bot die Veranstaltung innovative Komponenten, die die Rolle der Constructor University als dynamische Gastgeberin hervorhoben. So fand in dieser Woche der allererste Falling Walls Lab-Wettbewerb im Rahmen einer GYA-Jahreshauptversammlung statt, bei dem Forschende bahnbrechende Ideen in dreiminütigen Präsentationen vorstellten. Ein gemeinsamer Workshop mit INGSA-Europe untersuchte die wissenschaftliche Politikberatung in schwierigen politischen und institutionellen Kontexten und vermittelte Nachwuchsforschenden Kompetenzen für den Dialog mit politischen Entscheidungsträger*innen.
„Was ich an der GYA und den von ihr repräsentierten Nachwuchsforschenden besonders schätze, ist die Energie und die Vielfalt der Ideen, die wir in die breitere wissenschaftliche Gemeinschaft einbringen. Wir sind nicht nur daran interessiert, die Wissenschaft von morgen aufzubauen, sondern reflektieren auch kritisch darüber, wie die Wissenschaft auf die einzigartigen gesellschaftlichen Herausforderungen von heute reagieren kann“, so Prof. Maurelli. „Das diesjährige Treffen an der Constructor University war eine hervorragende Gelegenheit, voneinander zu lernen, neue Kooperationen aufzubauen und sicherzustellen, dass die nächste Generation von Forschenden eine stärkere Stimme bei der Gestaltung der Zukunft der Wissenschaft erhält.“
Die öffentlichen Konferenzsitzungen am 1. und 2. Juli zogen zusätzliche Teilnehmende aus Bremen und der Region an, während live gestreamte Podiumsdiskussionen eine weltweite Teilnahme ermöglichten. Die Themen reichten von „The Hidden Cost of Knowledge: AI, Publishing Surveillance, and the Future of Open Research“ (Die verborgenen Kosten des Wissens: KI, Überwachung des Publikationswesens und die Zukunft der offenen Forschung) bis hin zu Diskussionen darüber, wie KI Entdeckungen in Bereichen wie Klimawissenschaft, Medizin und fortschrittlichen Materialien beschleunigt.
Die Woche beinhaltete auch spezialisierte Sitzungen für GYA-Mitglieder, darunter Workshops zur wissenschaftlichen Führung für neue Mitglieder, strategische Planungstreffen und die Jahreshauptversammlung der Organisation. Mit 86 aktuellen Mitgliedern, 26 neuen Mitgliedern und über 450 Alumni weltweit repräsentiert die GYA ein einflussreiches Netzwerk wissenschaftlicher Führungspersönlichkeiten, die sich dafür einsetzen, die Forschung inklusiver, wirkungsvoller und anpassungsfähiger an globale Herausforderungen zu gestalten.
Die Konferenz wurde unter anderem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), dem Land Sachsen-Anhalt, der Gordon and Betty Moore Foundation, der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der InterAcademy Partnership sowie weiteren Fördernden und Sponsor*innen unterstützt.
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