Quantenverbindungen: Constructor University veranstaltet internationale Konferenz zu Vielteilchen-Quantensystemen
Vom 29. Juni bis 3. Juli begrüßte die Constructor University über 50 Forschende zu einer internationalen Konferenz über die Mathematik der Quantenmechanik auf ihrem Campus in Bremen. Die fünftägige Veranstaltung bildete den Abschluss eines großen deutsch-französischen Forschungsprojekts und bot 21 Vorträge sowie 15 Posterpräsentationen von Wissenschaftler*innen aus Europa und Nordamerika. Die Constructor University nahm sowohl bei der Konferenz als auch beim Forschungsprojekt eine führende Rolle ein. Dies spiegelt das nachhaltige Engagement der Universität wider, internationale Forschung, Kooperation und den Dialog zu fördern, um wissenschaftliche Erkenntnisse und Durchbrüche voranzutreiben.
„Unser Ziel als Universität ist es, an vorderster Front hochentwickelter wissenschaftlicher Felder wie den Quantentechnologien zu agieren“, sagt Universitätspräsident und Nobelpreisträger Professor Sir Konstantin Novoselov, der ebenfalls an der Veranstaltung teilnahm und eine kurze Keynote hielt. „Konferenzen wie diese geben uns die Möglichkeit, das gesamte Constructor Ökosystem – unsere Universität, Technologieunternehmen und Forschungslaboratorien – zu nutzen, um umfassende Expertise und Fortschritte in diesen Bereichen zu unterstützen.“
Die Konferenz „Effective Approximation and Dynamics of Many-Body Quantum Systems“ diente als Abschlussveranstaltung des gleichnamigen deutsch-französischen Forschungsprojekts und präsentierte ein breites Spektrum aktueller Forschung in der mathematischen Physik. Die Konferenz legte einen Schwerpunkt auf theoretische Bereiche wie die Dynamik von Bose- und Fermi-Gasen sowie die Ableitung effektiver Gleichungen in Mean-Field-Grenzwerten. Besonderes Augenmerk lag auf der grundlegenden mathematischen Arbeit, die Fortschritten in Bereichen wie dem Quantencomputing, den Materialwissenschaften, der Supraleitung und dem Verhalten von Materie unter extremen Bedingungen zugrunde liegt.
„Wir haben uns riesig gefreut, eine so hochkarätige Gruppe von Forschenden auf unserem Campus begrüßen zu dürfen“, sagt Prof. Dr. Sören Petrat, Associate Professor für Mathematik an der Constructor University, der maßgeblich an der Organisation der Konferenz beteiligt war und die deutsche Komponente des Forschungsprojekts koordinierte. „Was diese Veranstaltung besonders auszeichnete, war die Tatsache, dass sich alles auf dem Campus abspielte – die Teilnehmenden waren vom Frühstück bis zum Abend in wissenschaftliche Diskussionen vertieft. Durch diese Art der kontinuierlichen Interaktion entstehen echte Durchbrüche, und es ist genau das kollaborative, interdisziplinäre Umfeld, das wir an der Constructor University fördern wollen.“
Prof. Petrat würdigte die großzügige Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für die Finanzierung des wissenschaftlichen Teils der Konferenz sowie die zusätzliche Förderung durch die International Association of Mathematical Physics (IAMP) und den Industriesponsor Jane Street.
David Rosenblum, Vice President of Research, nannte die Konferenz als Beispiel für den wachsenden Fokus der Constructor University auf die Erforschung der Quantenmechanik. „Die Ausrichtung von Konferenzen wie dieser demonstriert unser Engagement, ein Zentrum für Spitzenforschung zu sein“, so Rosenblum. „Diese Treffen bringen nicht nur die Wissenschaft voran – sie machen die Constructor University auch als Adresse für exzellente Forschung bekannt.“
Die Konferenz bot zudem eine hervorragende Gelegenheit, den Teilnehmenden, die aus zehn Ländern in Europa und Nordamerika angereist waren, Bremen als erstklassige Gastgeberstadt zu präsentieren. Den Gästen wurde eine Bootsfahrt auf der Weser von Vegesack bis in die Bremer Innenstadt geboten – eine willkommene Abwechslung bei dem außergewöhnlich warmen, sonnigen Wetter –, bei der sie lebendige Eindrücke des am Flussufer stattfindenden Kulturfestivals Breminale erhileten. Die Woche beinhaltete außerdem einen besonderen öffentlichen Vortrag von Professor Volker Bach von der Technischen Universität Braunschweig über den berühmten deutschen Mathematiker und Physiker Carl Friedrich Gauß (1777–1855), der oft als „Fürst der Mathematiker“ bezeichnet wird.
„Das Feedback der Teilnehmenden war überwältigend positiv“, sagt Prof. Petrat. „Die Constructor University ist in bestimmten internationalen akademischen Kreisen noch relativ unbekannt, aber Veranstaltungen wie diese ändern das zunehmend und tragen dazu bei, unseren Ruf als Ort für exzellente Forschung und bedeutsame Zusammenarbeit zu festigen.“
Die Konferenz wurde von Forschenden der Constructor University, der Technischen Universität Braunschweig, der Université de Lorraine und der Université de Franche-Comté in Besançon organisiert, welche die vier am Verbundforschungsprojekt beteiligten Institutionen repräsentieren.
Receive all updates straight to your inbox.