Auf dem Weg zum Tech-Hub: Constructor University bringt Expert*innen für autonome Systeme zusammen
Kann Bremen sich zu einem der nächsten Technologie- und Innovationshotspots für selbstfahrende Autos und autonome Fahrzeuge entwickeln? Für die Unternehmen, Forscherinnen und Unternehmerinnen, die sich am 16. März an der Constructor University zum Autonomous Systems Meetup versammelten, lautete die Antwort ein klares Ja.
Es war das erste Mal, dass die Constructor University die halbjährliche regionale Netzwerkveranstaltung ausrichtete, die rund 60 Wissenschaftlerinnen, Vertreterinnen aus der Industrie, Studierende und andere Interessierte zusammenbrachte, um über Bemühungen zur Erforschung und Entwicklung autonomer Systemtechnologie in der Region zu diskutieren und zusammenzuarbeiten. Es handelt sich um einen wachsenden und zunehmend wichtigen Bereich in Bremens Hightech-Sektor, der viele der Kernindustrien der Region transformieren wird, darunter Automobil, Maritime Wirtschaft, Luft- und Raumfahrt sowie fortgeschrittene Fertigung.
Bremen verfügt bereits über eine einzigartige Kombination von Voraussetzungen, die die Stadt gut positionieren, um ein nationaler oder sogar internationaler Spitzenreiter auf diesem Gebiet zu werden. Dies ist eine der treibenden Kräfte hinter Veranstaltungen wie dem Autonomous Systems Meetup, das darauf abzielt, größeren Zusammenhalt und Koordination zwischen den verschiedenen Akteur*innen aufzubauen.
„Bremen hat bereits die Kernzutaten, um ein führendes Zentrum für Forschung und Technologie im Bereich autonomer Systeme zu werden", erklärt Dr. Shruti Patel, Leiterin für Autonome Systeme bei TOPAS, dem an der Universität Bremen ansässigen Startup- und Transferzentrum, das die Netzwerkreihe organisiert. „Eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Universitäten, Forschungsinstituten, Start-ups und etablierter Industrie ist unerlässlich. Veranstaltungen wie das Autonomous Systems Meetup unterstützen den Wissensaustausch, verbessern die Koordination und ermöglichen technische Zusammenarbeit auf Entwickler*innen-Ebene."
Dieses Gefühl wurde von Dr. Andreas Birk geteilt, einem führenden Robotik- und KI-Wissenschaftler der School of Computer Science and Engineering der Constructor University, dessen Präsentation bei der Veranstaltung eine Reihe von Meilensteinen der Constructor-eigenen Forschung zur autonomen Navigation hervorhob und die wachsenden Beiträge der Universität auf diesem Gebiet demonstrierte, sowohl durch Forschung als auch durch ihr autonomes Rennteam.
„Constructor verfügt über eine Menge Expertise im Bereich autonomer Systeme, von denen vieles die Aktivitäten anderer Bremer Akteur*innen ergänzt und stärkt", erklärt Dr. Birk. „Daher gibt es viel Potenzial für gegenseitigen Nutzen und Win-Win-Szenarien. Schließlich sind die akademischen und kommerziellen Herausforderungen bei der Implementierung und Nutzung autonomer Systeme nicht trivial, und es gibt noch genug zu tun für mehr als eine Institution oder ein Unternehmen."
Neben Dr. Birk umfasste der Abend Präsentationen mehrerer Organisationen, die mit Constructor und anderen in Bremen ansässigen Universitäten verbunden sind:
- Constructor Autonomous Racing: Teamleiter Ilya Shimchik präsentierte die Welt des autonomen Autorennsports, an dem Constructor seit 2018 auf Elite-Niveau teilnimmt, einschließlich der derzeit weltweit führenden Liga: der Abu Dhabi Autonomous Racing League (A2RL). Er demonstrierte auch, wie technologische Innovationen im Wettbewerbsumfeld zu nachgelagerten Anwendungen führen, die die Sicherheit erhöhen, indem sie Autounfälle und Todesfälle reduzieren.
- Bremergy: Dieses gemeinsame, von Studierenden geführte Rennteam der Universität Bremen und der Hochschule Bremen stellte seine Pläne vor, ein autonomes System für das Wettbewerbsauto der Formula Student der nächsten Saison zu entwerfen und zu implementieren.
- TOPAS: Algorithmus-Entwickler Matthias Rick gab eine Zusammenfassung der Fortschritte des Startups mit autonomen Automobilsystemen, die mit Unternehmen wie Opel und Volkswagen zusammenarbeiten, um von Simulationen und Tests auf geschlossenen Strecken zur Live-Navigation im Verkehr voranzuschreiten. Er teilte auch die kürzlich erhaltene behördliche Genehmigung des Unternehmens mit, ihren selbstfahrenden Volkswagen-Bus im ganzen Land zu testen.
Dieses jüngste Autonomous Systems Meetup, das achte in der Reihe bis heute, zeigte, dass Bremens Weg zu einem anerkannten Zentrum für autonome Systemtechnologie nicht nur von individueller Exzellenz abhängt, sondern von enger Koordination und Zusammenarbeit zwischen seinen führenden Akteur*innen, einschließlich sowohl der Constructor University als auch der Universität Bremen.
„Die Universität Bremen und die Constructor University bringen langjährige Expertise in Robotik, KI, eingebetteten Systemen und Mensch-Maschine-Interaktion mit, und ihre Zusammenarbeit mit Organisationen wie dem DFKI (Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz) bietet eine solide wissenschaftliche Grundlage", sagt Dr. Patel. „Kombiniert mit Bremens industriellem Ökosystem in Luft- und Raumfahrt, maritimen Operationen, Logistik und Fertigung bietet die Region sowohl Forschungsexzellenz als auch reale operative Umgebungen zum Testen und Einsetzen autonomer Systeme."