Der Ocean Sampling Day

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Der Ocean Sampling Day (OSD) geht in die zweite Runde. Zur Sommersonnwende am 21. Juni 2015 ist es wieder soweit: das EU Projekt Micro B3 (Marine Microbial Biodiversity, Bioinformatics, Biotechnology) ruft zur globalen Beprobung des Meeres auf. „Der Enthusiasmus der Forscher und Bürger, die am ersten OSD teilgenommen haben, hat uns so motiviert, dass wir OSD einfach wiederholen mussten“, sagt Frank Oliver Glöckner, Professor für Bioinformatik an der Jacobs University Bremen und Koordinator des Micro B3 Projektes.  15 June 2015

150 Wasserproben von allen Kontinenten, aus subtropischen Gewässern in Hawaii bis zu extremen Orten wie die Framstraße im Nordpolarmeer, haben am Ocean Sampling Day im letzten Jahr den umfassendsten, jemals an einem einzigen Tag genommenen, marinen Datensatz erzeugt. Auch in diesem Jahr werden am 21. Juni wieder weltweit Proben genommen mit dem Ziel die so entstandene Datenbasis zu erweitern. Ein Novum in der Erforschung der marinen Mikroorganismen ist dabei das Bürgerwissenschaftsprojekt MyOSD. Alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, Wasserproben zu nehmen und Umweltdaten zu erfassen und sich somit aktiv am OSD zu beteiligen. Dafür stellt MyOSD kostenlos Ausrüstung zur Probennahme sowie eine Smartphone App zur Verfügung. Mehr als 20 internationale Forschungsstationen koordinieren die Aktion, verteilen die Probe-Sets und schulen die Bürgerwissenschaftler für ihren Einsatz.  Um die größtmögliche Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu gewährleisten, werden alle gesammelten Proben zur DNA Extraktion und Sequenzierung an das Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie in Bremen geschickt. Sobald erste qualitätsgeprüfte Ergebnisse vorliegen, werden diese umgehend veröffentlicht, so dass jeder mitforschen kann. Die enge Vernetzung von Wissenschaft mit Bürgerinnen und Bürgern ist dabei von unschätzbarem Wert. Ziel des Ocean Sampling Days und des Projekts MyOSD ist es, die Vielfalt und die Funktion der im Meer enthaltenen Mikroorganismen zu erforschen, diese zu vergleichen und mittels neuer biotechnologischer Anwendungen zur „Blue Economy“ beizutragen. Der Ocean Sampling Day und MyOSD werden von der Jacobs University Bremen (Deutschland) zusammen mit der Universität Oxford (Großbritannien) koordiniert und sind Teil des von der EU geförderten wissenschaftlichen „Ocean of Tomorrow“ Forschungsprojektes Micro B3.  Der Koordinator des EU Projektes Micro B3, Prof. Dr. Frank Oliver Glöckner von der Jacobs University Bremen erklärt: „Der OSD 2014 war bereits eine außergewöhnliche Erfahrung. Die länderübergreifende Zusammenarbeit und der Erfahrungsaustausch haben ein neues Kapitel in der Erforschung der Meere eröffnet. Mit den Bürgerwissenschaftlern brechen wir jetzt in eine neue Dimension auf.“  Die OSD Koordinatorin, Dr. Mesude Bicak von der Universität Oxford ergänzt: „Mehr als 150 Forscherteams aus allen Kontinenten haben im Juni 2014 nach standardisierten Protokollen Wasserproben genommen. Damit ist das OSD Konsortium das derzeit größte marine Netzwerk weltweit. An diesen Erfolg werden wir zusammen mit den Bürgerwissenschaftlern und Bürgerwissenschaftlerinnen anknüpfen!“  Julia Schnetzer, MyOSD Koordinatorin vom Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie, sagt: „OSD und MyOSD machen es möglich, dass Bürgerinnen- und Bürger zusammen mit Wissenschaftlern die Geheimnisse unserer Ozeane entdecken.“ Weitere Informationen unter www.microb3.eu.  Fragen beantwortet:Prof. Dr. Frank Oliver Glöckner | Professor für Bioinformatik und Micro B3 Koordinator Tel.: +49 421 200-3167 | Mobil: +49 172 8270 191 | Email: f.gloeckner [at] jacobs-university.deJederzeit per Email zu erreichen. Telefonisch erreichbar (Mobil) vom 16. bis 23. Juni