Von Bremen nach Oxford

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Stanford, Oxford oder Cambridge? Der 21-Jährige Robert Hein hat nach seinem Chemiestudium an der Jacobs University Angebote von zahlreichen weltweit renommierten Universitäten erhalten. Entschieden hat er sich für Oxford. Entscheidungen können schwer fallen. Auch dann, wenn der Anlass ein absolut erfreulicher ist. Robert Hein hatte vor wenigen Monaten die Qual der Wahl, nachdem er sich als Bachelor-Student für die Doktoranden- und Graduate-Programme  mehrerer weltweit renommierter Universitäten beworben hatte. Denn in seinem E-Mail-Postfach landeten deutlich mehr Zusagen, als er erwartet hatte. Die US-Unis Stanford und Cornell wollten ihn, die kanadische McGill University sowie auch die britischen Unis Oxford und Cambridge ebenfalls. Robert wirkt selbstbewusst und pragmatisch, doch wenn er davon erzählt, schwingt noch immer ein leichtes Staunen mit. „Ich hatte natürlich schon gehofft, dass die eine oder andere Uni zusagt. Aber mit so viel Auswahl hätte ich nicht gerechnet“, sagt er. Bei seiner Entscheidung für Oxford sei er letztlich seinem Bauchgefühl gefolgt. „Ich fand die Aussicht spannend, an einer so traditionsreichen Uni zu studieren. Außerdem glaube ich, dass mir die britische Lebensart gefallen könnte.“ An der Oxford University hat er nun die Chance, das Master-Studium zu überspringen und von Anfang an auf einen Doktortitel hinzuarbeiten. Seinen Bewerbungsmarathon hatte Robert sorgsam vorbereitet, Abgabetermine vorgemerkt, Empfehlungsschreiben von seinen Professoren eingeholt und Motivationsschreiben geschrieben. Robert ist ein Planer. Einer, der Dinge gern strukturiert angeht und sie nicht gern dem Zufall überlässt. Das sei schon zu Schulzeiten so gewesen, sagt er. „Aber inzwischen nehme ich auch manches lockerer als früher“, fügt er mit einem leichten, selbstironischen Grinsen hinzu. „Das habe von einigen meiner Kommilitonen abgeschaut. Sie haben mir gezeigt, dass man manche Pläne auch gut umsetzen kann, wenn man sie etwas entspannter angeht.“ Schon in der Schule hat sich Robert, der in Frankfurt / Oder aufgewachsen ist, für Chemie interessiert. „Spannend finde ich vor allem, dass es ein Fach ist, bei dem man das, was man gelernt hat, sehr gut praktisch überprüfen kann. Außerdem gefällt mir, dass vieles, was in der Chemie entdeckt und erforscht wird, einen sehr konkreten Nutzen im Alltag hat - zum Beispiel Arzneimittel gegen schwere Krankheiten.“ Als Schüler hat Robert mehrfach erfolgreich an Chemieolympiaden teilgenommen. Heute ist er selbst bei der Chemieolympiade Ansprechpartner für Schüler aus Bremen und Niedersachsen. In diesem Jahr hat er sogar das deutsche Schüler-Nationalteam bei der internationalen Chemieolympiade in Georgien als eine Art Betreuer und Mentor begleitet. Er möchte, wie er sagt, von seiner eigenen Begeisterung für das Fach etwas weitergeben. Darüber hinaus unterstützt er einen Wettbewerb für Schüler der achten bis zehnten Klassen bei dem passenderweise der Name Programm ist: „Chemie - die stimmt!“. Dass auch die Studienentscheidung für Chemie stimmte, hat Robert bereits in seinem ersten Jahr an der Jacobs University gemerkt. „Ich bin ganz früh in Forschungsprojekte eingebunden worden. Das ist ein großer Vorteil der kleinen Kurse an dieser Uni. Die Professoren kennen hier jeden ihrer Studierenden. Dadurch wird man sehr gut und individuell gefördert.“ Robert merkte schnell, dass Forschung oft weniger mit Geistesblitzen und Heureka-Momenten zu tun hat als mit Hartnäckigkeit und Ausdauer. „Man entwickelt viele Hypothesen, aber nur wenige halten am Ende auch der praktischen Überprüfung stand.“ Rückwirkend ist er froh, dass er diese Erfahrung schon früh gemacht hat. „Dadurch habe ich sehr schnell eine Vorstellung davon bekommen, worauf ich mich einlasse, wenn ich Chemiker werden möchte.“ Abgeschreckt hat es ihn nicht. Eine Laufbahn als Wissenschaftler an der Uni kann sich Robert gut vorstellen.Dank einer Kooperation der Jacobs University mit der traditionsreichen Cornell University, konnte Robert im zweiten Jahr seines Studiums ein Auslandssemester in Ithaca im US-Bundesstaat New York verbringen. „Ich hatte gedacht, dass das bestimmt eine große Umstellung für mich wird. Aber so groß waren die Unterschiede letztlich nicht. Von der Organisationsstruktur und den Abläufen her war dort vieles so ähnlich, wie ich es auch aus Bremen kannte. Ich wusste zwar schon vorher, dass die Jacobs University eine Uni nach amerikanischem Vorbild ist. Aber dass sich so vieles ähnelt, hat mich dann doch verblüfft.“ Die Graduation an der Jacobs University Juni markierte für Robert das Ende seines Studiums an der Jacobs University. Feierliche Roben, begeisternde Reden, das traditionelle Hütewerfen und abends Partystimmung beim großen Abschlussball. Ein großes Fest nach stressigen Prüfungswochen, die Robert am Ende die Traumnote 1,15 beschert hatten. Noch einmal zurückblicken auf drei spannende Jahre. Erinnerungsfotos machen. Mit Freunden auf den Abschluss anstoßen. Für Robert war es ein schöner, aber auch ein etwas trauriger Tag. „Schön, weil der Stress der vergangenen Monate auf einmal hinter mir lag. Traurig, weil ich gemerkt habe, was für eine tolle Zeit an diesem Tag zu Ende geht.“ Während seines Studiums haben sich Robert viele Chancen aufgetan – nicht nur in  akademischer Hinsicht. Er hat Menschen aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt kennengelernt. Auf dem Campus hat er viele Freunde gefunden. Und er hat gemerkt, wie spannend und bereichernd es ist, wenn sich Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen im Studium mit denselben Fragen und Herausforderungen beschäftigen. Nun nutzt er die Sommermonate, um Urlaub zu machen und anschließend seine Sachen zu packen und nach Oxford zu ziehen. Er ist gespannt auf das, was ihn dort erwartet. An seine drei Jahre in Bremen denkt er mit einem guten Gefühl zurück: „Die Zeit an der Jacobs University hat mich sehr verändert. Ich bin offener geworden. Für andere Menschen, für andere Lebensentwürfe und für neue Herausforderungen.“  Weitere Informationen:http://swebsrv2015.jacobs-university.de/study/undergraduate/programs/chemistry  Über die Jacobs University:Die Jacobs University ist eine private, unabhängige, englischsprachige Universität in Bremen. Hier studieren junge Menschen aus der ganzen Welt in Vorbereitungs-, Bachelor-, Master- und PhD-Programmen. Internationalität und Transdisziplinarität sind die besonderen Kennzeichen der Jacobs University: Forschung und Lehre folgen nicht einem einzigen Lösungsweg, sie gehen Fragestellungen aus der Perspektive verschiedener Disziplinen an. Dieses Prinzip macht Jacobs Absolventen zu begehrten Nachwuchskräften, die erfolgreich internationale Karrierewege einschlagen. Kontakt:Kristina Logemann | Brand Management, Marketing & Communicationsk.logemann [at] jacobs-university.de | Tel.: +49 421 200- 4454